Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist in Deutschland sowohl für die gesetzliche als auch für die private Krankenversicherung eine erforderliche Krankenzusatzversicherung. Optional einschließbar ist eine Pflegetagegeldversicherung. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Pflegeversicherung ein Pflichtanteil zum monatlichen Beitrag. Wechseln Sie in die private Krankenversicherung, sind Sie verpflichtet eine private Pflegepflichtversicherung mit einzubeziehen, die mindestens den gleichen Leistungsumfang wie die gesetzliche Pflegeversicherung hat. Es gibt hier aber keine Pflicht, den Schutz bei derselben Versicherung zu beantragen.

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Die einzelnen Pflegestufen

Die Leistungen der privaten Pflegeversicherung sind abhängig von den Pflegestufen beziehungsweise von den 5 Pflegegraden. Für die Einstufung in den entsprechenden Pflegegrad ist es ausschlaggebend, inwiefern der Alltag der versicherten Person eingeschränkt wird. Dabei muss berücksichtigt werden, wie oft täglich bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität oder der hauswirtschaftlichen Versorgung Hilfe benötigt wird. Ob zum Beispiel nur einmal, mehrmals oder rund um die Uhr Fürsorge gebraucht wird.

Welche Merkmale für den Pflegegrad genau zu Grund gelegt werden, können Sie übersichtlich in der Rubrik „Pflegegrade“ auf pflege.de nachlesen.

 

Kostenerstattungen nach Pflegestufen

Sie erhalten bei verschiedenen Pflegestufen und Pflegegraden jeweils einen unterschiedlichen Betrag von der Pflegeversicherung. Je höher der Pflegegrad ist, desto höher ist auch das monatliche Pflegegeld. Die Erstattungssätze sind unter anderem davon abhängig, ob eine stationäre Pflege notwendig ist und ob eine Demenz vorhanden ist. Die genauen Leistungen können Sie bei dem DMRZ einsehen.

 

Pflegezusatzversicherung

In der Pflegepflichtversicherung sind die Kostenerstattungen sehr dürftig, wenn Sie bedenken, dass für Sie bereits bei einer geringen Pflegestufe Kosten in Höhe von 1.200,- bis 2.500,- Euro monatlich für ein Pflegeheim anfallen können. Sofern Sie keine richtige Vorsorge getragen haben, müssen Sie den Differenzbetrag zwischen Pflegegeld und Heimkosten selber bezahlen.

Wenn Sie diese beträchtlichen Kosten für die Pflege abwehren möchten, können Sie Ihren gesundheitliche Absicherung mit einer privaten Pflegezusatzversicherung erweitern. Damit decken Sie, ganz nach Ihren Wünschen, die Kosten für eine Unterbringung in einem Altersheim beziehungsweise Pflegeheim im Pflegefall ab. Die Ergänzungsversicherung bietet vor allem höhere Erstattungssätze der einzelnen Pflegestufen, wodurch Ihre eigenen Kosten wesentlich geringer werden oder komplett wegfallen. Die private Pflegezusatzversicherung können Sie als Mitglied in der gesetzlichen und als Mitglied der privaten Krankenversicherung abschließen.

Für die Krankenzusatzversicherung gibt es diverse Pflegeversicherungsvergleiche. Mit einer günstigen Pflegezusatzversicherung sparen Sie erstens Geld ein und erhalten zudem im Pflegefall umfangreiche Leistungen, die Ihre beanspruchbaren Pflegeleistungen abdeckt und mehr leistet als die normale Pflegepflichtversicherung.

Eine private Pflegezusatzversicherung ist bereits von Seiten der Politik dringend angeraten worden. Da die Pflegekosten sowie eine Heimunterbringung nicht immer durch die gesetzliche Pflegeversicherung allein finanziert werden kann. Das Thema Pflegeversicherung wird also auf Grund der demographischen Entwicklung auch in Zukunft immer wichtiger. Je jünger man eine private Pflegezusatzversicherung abschließt desto günstiger sind im Allgemeinen auch die Beiträge dieser Zusatzversicherung.

Um den richtigen Pflegeversicherungstarif zu finden sollten Sie einen Vergleich der entsprechenden Anbieter durchführen. Durch einen Vergleich der Pflegezusatzversicherungen lässt sich über mehrere Jahre viel Geld sparen. Im Tarifvergleich der privaten Pflegeversicherung vergleichen Sie sowohl die Leistungen der einzelnen Tarife als auch die monatlichen Beiträge miteinander.

 

Pflegeversicherung im Rentenalter

Die Pflegeversicherung für Rentner ist klar geregelt. Zu welcher Pflegeversicherung der Rentner genau zuzuordnen ist, ist abhängig davon, wo der Rentner seine Krankenversicherung hat. Ist der Rentner in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig- oder pflichtversichert, hat der Rentner seine Pflegeversicherung in der Regel auch dort zu zahlen. Die Beiträge werden zentral von dem Rentenversicherungsträger eingezogen und an die Krankenkassen weitergegeben beziehungsweise in den Gesundheitsfonds eingezahlt.

Die private Krankenversicherung bietet auch Pflegeversicherungen an. Ist der Rentner daher privat versichert, ist die Pflegeversicherung in dem monatlichen Beitrag bereits vorhanden, sofern er die Versicherung nicht woanders abgeschlossen hat. Die Beiträge muss der Rentner monatlich an die jeweilige Krankenversicherung überweisen oder per Lastschrift abbuchen lassen. Der Beitrag kann auch jährlich im Voraus bezahlt werden. Dadurch erhält der Rentner eine Vergünstigung von etwa zwei bis drei Prozent. Dies kann bei jeder Krankenversicherung und Pflegeversicherung erfragt werden.

Da bei einem Rentner das Einkommen nicht mehr so hoch ist, wie während der Berufstätigkeit, können die Rentner einen Zuschuss vom Rentenversicherungsträger erhalten. Der Zuschuss gilt nicht nur für die Krankenversicherung, sondern auch für die Pflegeversicherung. Wird der Zuschuss genehmigt, wird der Beitrag für die Pflegeversicherung entsprechend günstiger. In der Regel beträgt der Zuschuss maximal die Hälfte vom Beitrag, den der Rentner bezahlen muss.

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