Private Krankenversicherung für Selbstständige

Die private Krankenversicherung (PKV) ist für Selbstständige bei einer Existenzgründung besonders interessant. Mit Beginn der Selbstständigkeit sind Sie sofort freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Die gesetzliche Krankenkasse können Sie also innerhalb von 14 Tagen kündigen und in die PKV wechseln.

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Was wird Selbstständigen in der PKV geboten?

Die private Krankenversicherung bietet jungen Existenzgründern guten und umfangreichen Versicherungsschutz für die Gesundheit. Auf Wunsch erhalten Sie volle Erstattungen bei ambulanten, stationären und zahnärztlichen Behandlungen.

PKV-Versicherte haben die Option, gewisse ambulante Leistungen in den Deckung mit einzuschließen. Neben den Standardleistungen ist die Bezahlung von Honorarärzten, Homöopathie, Kuren, Heilpraktiker oder Brillen versicherbar.

Für stationäre Aufenthalte bietet die private Krankenversicherung wichtige Zusatzleistungen. Dazu zählen Chefarztbehandlung und Unterbringung im Einbett- oder Zweibettzimmer. Für schwere Krankheitsfälle ist auch die Inanspruchnahme von Honorarärzten versicherbar. Je nach Umfang der Behandlung zahlt die PKV Operations- und Krankenhauskosten in Höhe von mehreren zehn- oder hunderttausend Euro.

Im zahnärztlichen Bereich profitieren Selbstständige von besseren Leistungen für Zahnbehandlungen. Hochwertige Materialien für Implantate, Inlays und Keramikfüllungen sind Standard. Ebenso bezahlen viele private Krankenversicherungen die regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Dadurch bleiben die Zähne und das Zahnfleisch gesund. In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es das so nicht.

Selbstständige haben mit der privaten Krankenversicherung im Vergleich zu der gesetzlichen Krankenversicherung weitaus mehr Flexibilität. Sie bestimmen Ihre Tarife und somit die Leistungen selber.

Selbstständige und Freiberufler dürfen zudem einen Optionstarif mit einschließen. Der Optionstarif erlaubt es, zu einem späteren Zeitpunkt in einen höherwertigeren Versicherungsschutz ohne eine erneute Gesundheitsprüfung zu wechseln. Dadurch können Sie zuerst einen günstigen Tarif beantragen. Ist später aufgrund einer Krankheit ein besserer Tarif notwendig, können Sie den Tarif einfach wechseln.

Ein weiterer Nutzen für den Wechsel in die private Krankenversicherung ist die Unabhängigkeit von dem Gesetzgeber. Selbstständige und Freiberufler müssen sich keine Sorgen über Leistungskürzungen oder Beitragsanpassungen machen, wenn es aufgrund gesetzlicher Richtlinien Anpassungen in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt.

Welcher Tarif für Sie am besten geeignet ist, erfahren Sie hier in einem Gespräch mit einem PKV-Fachmann.

Lohnt sich die PKV finanziell?

Pauschal lässt sich nicht sagen, ob sich die private Krankenversicherung für Selbstständige finanziell lohnt. Der Versicherungsbeitrag ist nämlich unter anderem von dem Tarif und dem Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn abhängig. Prüfen Sie, wie sinnvoll die PKV auch im Hinblick auf Ihren unternehmerischen Gewinn ist:

  1. Schließen Selbstständige einen Premiumtarif ab und haben ein geringes Einkommen, dann ist oft die gesetzliche Krankenversicherung günstiger.
  2. Verdienen Sie eher wenig und reicht Ihnen ein Basistarif? Dann ist eine individuelle Prüfung sinnvoll.
  3. Für Selbstständige mit einem Premium- oder Basistarif und einem hohen Einkommen lohnt sich meist die private Krankenversicherung.

Zusätzlich berücksichtigen private Krankenversicherungen Ihren Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn. Entsprechende Gesundheitsfragen werden im Antrag abgefragt. Sind relevante Vorerkrankungen vorhanden, erheben die Versicherungen Risikozuschläge. Das erhöht den Beitrag. Erst nach einer Risikovorprüfung lässt sich sagen, ob die PKV finanzielle Vorteile für Selbstständige hat.

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Warum wählen Selbstständige oft eine hohe Selbstbeteiligung?

An dem Sprichwort „Selbstständige arbeiten selbst und ständig“ ist etwas Wahres dran. Der Besuch bei einem Arzt kommt deshalb oft nur in Frage, wenn es wirklich nötig ist. Das ist ein Grund, warum der Einschluss einer Selbstbeteiligung in die PKV sinnvoll ist.

Durch eine hohe Selbstbeteiligung entstehen für die private Krankenversicherung weniger Kosten. Diese Einsparungen werden an Sie weitergegeben. Ihr Versicherungsbeitrag wird kleiner.

Die jährliche Einsparung ist dann meist so hoch, dass sich die hohe Selbstbeteiligung für Selbstständige lohnt. Selbst wenn Sie doch mal krank werden. Müssen Sie zum Beispiel Leistungen in Anspruch nehmen und die jährliche Selbstbeteiligung in voller Höhe bezahlen, dann wäre das immer noch günstiger als ein PKV-Tarif ohne Selbstbeteiligung.

Zu berücksichtigen wäre zusätzlich noch die jährliche Beitragsrückerstattung. Privatversicherte erhalten von der privaten Krankenversicherung nämlich Beiträge zurück, wenn sie innerhalb eines Kalenderjahres keine Leistungen in Anspruch nehmen. Von der Rückerstattung können Sie die Arztrechnungen bezahlen, die Sie aufgrund der Selbstbeteiligung sowieso selber zahlen müssten. Hierzu ein Beispiel:

  • Arztrechnung: 359,- Euro
  • Beitragsrückerstattung: 520,- Euro
  • Ihr Überschuss: +161,- Euro

Mit einer Selbstbeteiligung würden Sie die Arztrechnung also selber bezahlen. Trotzdem haben Sie aufgrund der Beitragsrückerstattung einen finanziellen Vorteil.

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