Private Krankenversicherung für Beamte

BeamteDie Beihilfe ist ein finanzieller Zuschuss für Krankheitskosten. Es ist ähnlich wie das Prinzip der Krankenversicherung. Um diesen Zuschuss zu erhalten, muss man beihilfeberechtigt sein. Beihilfeberechtigt sind Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes und deren Familienangehörigen, sofern diese nicht selbst sozialversicherungspflichtig sind. Sofern die Familie über den Beihilfeberechtigten mitversichert ist, spricht man auch von einer Familienversicherung. Kinder erhalten in der Regel immer einen Anspruch auf Beihilfe, wenn mindestens ein Elternteil ein Beamter oder anderweitig beihilfeberechtigt ist.

Die private Krankenversicherung ist zum Beispiel für Lehrer, Soldaten, Richter oder andere Berufsgruppen sinnvoll, um die nicht abgedeckten Bereich der Beihilfe zu versichern. Die verbleibenden Kosten für die Heilbehandlung können durch eine private Krankenversicherung, einen sogenannten Quotentarif, abgesichert werden. Allerdings gibt es für viele Soldaten auch noch die freie Heilfürsorge. Dies ist dann individuell bei jedem Soldaten zu prüfen, ob der Schutz über eine PKV Sinn macht.

 

Zusätzliche Deckung zur Beihilfe

Die Beihilfe muss von dem Beihilfeberechtigten schriftlich beantragt werden. Die private Beamtenkrankenversicherung sichert dann die restlichen Kosten ab, die von der Beihilfe nicht gedeckt werden. Im Zusammenhang mit einer privaten Krankenversicherung darf die Erstattung aus der Beihilfe und der Krankenversicherung die Kosten für die Heilbehandlung der beihilfeberechtigten Person nicht überschreiten.

Im Krankheitsfall werden 20% bis 50% der Krankheitskosten von der Beamtenkrankenversicherung zurückerstattet, wobei die familiäre Situation hierbei zu berücksichtigen ist. Beihilfeberechtigte Beamte mit mehr als einem Kind profitieren von höheren Erstattungssätzen als beihilfeberechtigte Personen mit weniger als zwei Kindern.

 

Beihilfesätze in Deutschland

Die Beihilfe variiert zwischen den deutschen Bundesländern. Für einen Bundesbeamten, der beihilfeberechtigt ist, gelten zum Beispiel folgende Beihilfesätze:

  • Beihilfeberechtigter Single: 50 % Beihilfe
  • Beihilfeberechtigter mit 1 Kind: 50 % Beihilfe
  • Beihilfeberechtigter mit 2 Kindern: 70 % Beihilfe
  • Kinder des Beihilfeberechtigten: 80 % Beihilfe
  • Ehefrau ohne Einkommen bzw. innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen: 70 % Beihilfe
  • Beihilfeberechtigter in Pension: 70 % Beihilfe

Die restlichen Arztkosten oder Krankheitskosten, die für einen Beamten nicht von der Beihilfe gedeckt werden, können Sie in voller Höhe einschließlich Restkosten durch eine private Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte absichern. Je nach Höhe Ihrer individuellen Beihilfe können Sie dadurch die restlichen Krankheitskosten mit diesem Quotentarif abdecken. Im Vergleich zu der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren Sie hierbei von günstigeren Versicherungsbeiträgen.

 

Stationäre Wahlleistungen

In manchen Bundesländern haben Beihilfeempfänger keinen Beihilfeanspruch auf stationäre Wahlleistungen. Im Folgenden können Sie prüfen, ob Sie in Ihrem Bundesland einen Anspruch auf stationäre Wahlleistungen haben.

Bundesländer mit Anspruch auf stationäre Wahlleistungen:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

 

Bundesländer ohne Anspruch auf stationäre Wahlleistungen:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Saarland
  • Schleswig-Holstein

In den Bundesländern ohne Beihilfeanspruch auf stationäre Wahlleistungen können Sie Ihre Versicherungsleistungen mit einer stationären Krankenzusatzversicherung verbessern.

 

Zuzahlungen und Eigenanteil

Als beihilfeberechtigte Person müssen Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung Zuzahlungen bei ärztlichen Behandlungen leisten. Dies ist ähnlich wie bei normal versicherten Personen, die keinen Anspruch auf Beihilfe haben. Sollten Sie beispielsweise als Beamte zu einem Arzt oder Zahnarzt gehen, müssen Sie eventuell eine Praxisgebühr zahlen. Der Eigenanteil wird dann nochmal höher, wenn Sie zum Beispiel Arzneimittel benötigen. Hierfür fällt in der GKV auch eine Eigenleistung pro Arzneimittel an. Im Jahr kommen dadurch viele Kosten zusammen, die Sie selber dazu zahlen müssen.

In der privaten Krankenversicherung haben Sie diese Eigenanteile nicht unbedingt, da der PKV-Verband nicht den gesetzlichen Reformen unterliegt. Sie können entweder eine private Krankenversicherung ohne Eigenanteile (also ohne Selbstbeteiligung) oder mit einem Eigenanteil abschließen. Bei der privaten Krankenversicherung mit einem Eigenanteil wird Ihr jährlicher Versicherungsbeitrag je nach Höhe des Eigenanteils vermindert. Je höher der Eigenanteil ist, desto günstiger wird der Beitrag. Wenn Sie also selten zum Arzt gehen, können Sie einen Eigenanteil vereinbaren und dementsprechend die Versicherungsbeiträge einsparen.

 

Pflegeversicherung für Beamte

In der Absicherung für die Gesundheit besteht sowohl in der gesetzlichen als auch in der privaten Krankenversicherung die Pflicht zusätzlich eine Pflegeversicherung mit abzuschließen. Viele Beamte fragen sich, wie sich das mit der Pflegeversicherung verhält, wenn sie beihilfeberechtigt sind.

Als Beamte ist man gesetzlich dazu verpflichtet eine private Pflegeversicherung zu haben, um im Fall der Pflegebedürftigkeit die notwendigen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Für Beamte ist es daher sinnvoll die Pflegeversicherung auch bei der Krankenversicherung mit einzuschließen, wo bereits der Beihilfetarif vorhanden ist. Dadurch haben sie die gesundheitliche Absicherung bei einer Gesellschaft. Es ist jedoch auch möglich die Pflegeversicherung bei einer anderen Versicherung abzuschließen. Durch ein solches Vorgehen ist es möglich den Beitrag in der Pflegeversicherung zu verringern. Die günstigsten Anbieter haben in der Regel auch gute Leistungen im Pflegefall. Je nach Alter wird der Beitrag für jeden Interessenten individuell berechnet. Da die Pflegetarife grundsätzlich relativ günstig sind, wird die Einsparung hierfür wohl eher sehr gering sein.

Die Leistungen der Pflegeversicherung sind im schlimmsten Fall nicht immer komplett mit den tatsächlichen Kosten gedeckt. Daher können Sie als Beamte die Leistungen mit einer Pflegezusatzversicherung aufstocken, um im Pflegefall optimal abgesichert zu sein. Die Beiträge für die Pflegezusatzversicherung sind gering und erhöhen somit den gesamten Beitrag für die Krankenversicherung nur minimal.

 

Änderung des Beihilfeanspruchs

Sollte sich Ihre Anspruchshöhe auf Beihilfe während der Vertragslaufzeit ändern, können Sie Ihre private Krankenversicherung individuell an Ihren Bedürfnissen anpassen, so dass der veränderte Beihilfeanspruch ausgeglichen wird. Stellen Sie den Antrag bei dem Versicherer innerhalb von sechs Monaten nach der Änderung der Beihilfe, gewährt der Versicherer den angepassten Versicherungsschutz ohne eine erneute Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten.

 

Leistungsangebot in der PKV

Ein Vergleich Ihrer individuellen Beiträge für die Krankenversicherung kann Ihre Leistungen und Erstattungen enorm verbessern. Wenn Sie als Beamte Geld sparen möchten, können Sie die Versicherungsbeiträge für die PKV kostenlos vergleichen und dementsprechend einen günstigen Beitrag heraussuchen. Die private Krankenversicherung bietet Beamten zum Beispiel folgenden Leistungskatalog:

  • Komplette Erstattung von Medikamentenkosten
  • Freie Arztwahl in der Krankenversicherung
  • Chefarztbehandlung im Krankenhaus
  • Hochwertiger Zahnersatz
  • Übernahme der Kosten für Vorsorgeuntersuchungen