Treuhänder

Ein Treuhänder ist im allgemeinen Sinne eine Person, die Vermögensrechte eines Dritten wahrnimmt. Ein Treuhänder handelt unabhängig von Unternehmen und erledigt den beauftragten Zweck unter Voraussetzung von fachkundlichem Verständnis.

 

Aufgaben des Treuhänders

Für die private Krankenversicherung ist ein Treuhänder unabdingbar. Bei jeglicher Art von Beitragsänderungen oder Änderungen der Überschussanteile muss der Treuhänder vorab den Änderungen zustimmen. Einen beauftragten Treuhänder für diese Tätigkeiten nennt man auch Prämientreuhänder.

In Fällen der Vertragsänderung, wie zum Beispiel die Änderung der Versicherungsbedingungen, muss auch hier in der PKV vorab ein Treuhänder die Umgestaltung absegnen. Dieser Treuhänder wird als Bedingungsänderungstreuhänder bezeichnet. Die Qualifikation des Treuhänders ist im Versicherungsaufsichtsgesetz genau benannt. Daher muss der Bedingungsänderungstreuhänder vorab der Versicherungsaufsicht bekannt gegeben werden, damit er seine Tätigkeit aufnehmen kann.

Dann gibt es noch den Deckungsstocktreuhänder. Seine Aufgabe ist die Überwachung des Deckungsstocks für die private Krankenversicherung. Dadurch soll das Anlagevermögen in diesem Versicherungsbereich kontrolliert werden. Den Deckungsstocktreuhänder wird von dem Aufsichtsrat der PKV bestimmt und muss der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) angezeigt werden. Die BAFin bestätigt dann die Zulassung des Treuhänders.