Rechnungszins

Der Rechnungszins ist eine Berechnungsgrundlage für Versicherungstarife und deren Beiträge. Der Rechnungszins wird von allen privaten Krankenversicherungen vorgegeben und spricht dadurch den Versicherungsnehmern eine garantierte Mindestverzinsung von Kapitalrücklagen zu. In der Lebensversicherung wird mit dem Rechnungszins zum Beispiel die garantierte Ablaufleistung kalkuliert. Da der Rechnungszins für alle Versicherungsunternehmen bindend ist, kann der Interessent die garantierten Ablaufleistungen verschiedener Unternehmen vergleichen, um die Kostenintensität des Vertrages zu ergründen.

Der Zinssatz wird möglichst gering angesetzt, damit der Rechnungszins auch bei schlechter Konjunkturlage von dem Versicherer erwirtschaftet werden kann und somit die Leistungen aus der Versicherung gewährleistet bleiben.

 

Nutzung der Verzinsung

Für die private Krankenversicherung gibt der Rechnungszins die Mindestverzinsung vor, die für die Deckung der Alterungsrückstellungen notwendig sind. In der Regel wird der Zins auch von allen privaten Krankenversicherungen erfüllt. Sollte eine PKV über dem vorgegebenen Rechnungszins liegen, werden sie als Überschüsse für die Versicherten verwendet.