Überschussanteil

In der privaten Krankenversicherung bezeichnen die Überschussanteile den verbleibenden Gewinn des Versicherungsunternehmens. Die Überschüsse sind umso höher, je erfolgreicher die Anlagepolitik der PKV ist. Der entsprechende Gewinn wird grundsätzlich als Überschussbeteiligung im Interesse der Versicherungsnehmer verwendet. Darüber hinaus steht dem Versicherungsnehmer auch eine Beteiligung an den Bewertungsreserven zu. Die private Krankenversicherung muss die Bewertungsreserven jährlich neu ermitteln.

Bei Krankenversicherungen mit einer Überschussbeteiligung ist das Versicherungsunternehmen gesetzlich verpflichtet den Versicherungsnehmer jährlich in Textform über die Entwicklung seiner Ansprüche unter Einbeziehung der erwirtschafteten Überschussanteile zu unterrichten.

 

Verwendung der Überschüsse

Für die private Krankenversicherung ist unter anderem gesetzlich vorgeschrieben, dass mit den Überschüssen ein genau definierter Betrag für Beitragsentlastungsmaßnahmen im Alter zurückzustellen ist.

Weiterhin werden die Überschussanteile zugunsten von Tarifen mit Beitragsrückerstattungen angerechnet. Je höher die Überschüsse sind, desto mehr Beiträge kann das Versicherungsunternehmen an die Versicherungsnehmer in Form von gewinnabhängigen Beitragsrückzahlungen zurückerstatten.