Gesellschaftsarzt

Versicherungsunternehmen müssen in der privaten Krankenversicherung vor Vertragsabschluss den Gesundheitszustand des Antragstellers prüfen, um gegebenenfalls Zuschläge oder Ausschlüsse zu vereinbaren. Bei besonders seltenen oder krankhaften Risiken wird der Gesellschaftsarzt zur letzten Abklärung mit einbezogen. Der Gesellschaftsarzt bewertet den Gesundheitszustand und das mögliche Risiko für das Versicherungsunternehmen. Früher wurde der Gesellschaftsarzt auch Revisionsarzt genannt.

 

Merkmale des Gesellschaftsarztes

Ein Gesellschaftsarzt kann freiberuflich für eine Krankenversicherung arbeiten oder als angestellter Arzt für den Versicherer tätig sein.

Der Gesellschaftsarzt ist innerhalb der Hierarchie der Risikoprüfung weit oben eingegliedert. Dem Gesellschaftsarzt sind in der Regel die Risikoprüfer unterstellt, die das Annahmerisiko der Kunden prüfen und bewerten. Die Risikoprüfer sind soweit qualifiziert, dass Sie die Anträge der Kunden abschließend annehmen oder ablehnen können.

Nur in besonders schwerwiegenden oder komplizierten Fällen wird der Gesellschaftsarzt in die Entscheidungen der Risikoprüfer mit einbezogen. Dieser trifft dann die letzte Entscheidung über eine Annahme des Antrags. Oft wird die Entscheidung auch vom Eintrittsalter der versicherten Person abhängig gemacht.