Leistungsanpassung

Die private Krankenversicherung weist für manche Versicherungstarife eine Leistungsanpassungsklausel auf. In einem festgelegten Rahmen dürfen abgeschlossenen Versicherungsleistungen des Versicherungsnehmers korrigiert werden, wenn eingerechnete Risiken durch eine unvorhergesehene Situation zu hohe Kosten verursachen oder die Leistungen an tarifliche Bestimmungen angepasst werden müssen. Diese Anpassungen müssen allerdings vorher von der Versicherungsaufsicht genehmigt worden sein.

Durch eine Leistungsanpassung kann es auch zu einer Angleichung der Versicherungsbeiträge kommen. Die Beiträge werden für den Tarif an die veränderten Leistungen angepasst. Der Versicherungsnehmer muss im Fall einer Beitragserhöhung schriftlich darüber informiert werden.

 

Anpassung für Krankentagegelder

Leistungsanpassungen kommen oft in der Krankentagegeldversicherung zur Anwendung. Hat sich das Einkommen des Versicherten geändert, kann die Höhe vom Krankentagegeld angepasst werden. Je nachdem, ob das Einkommen gestiegen oder gesunken ist, kann der Versicherungsschutz für das Krankentagegeld erhöht oder verringert werden.

Generell sind Versicherungsnehmer dazu verpflichtet das Krankentagegeld an geänderte Umstände anzupassen. PKV-Tarife legen nämlich oftmals eine Höchstgrenze der Leistungen in den Bedingungen fest. So darf das Krankentagegeld zum Beispiel 70% des Bruttoeinkommens oder 90% des Nettoeinkommens nicht übersteigen.