Karenzzeit

Sowohl für die gesetzliche als auch die private Krankentagegeldversicherung gilt eine Karenzzeit. Sie beschreibt die Zeit zwischen dem Eintritt des Versicherungsfalls und dem Beginn der Leistungspflicht. Bei der Inanspruchnahme eines Krankentagegelds liegt der Versicherungsfall vor, wenn die versicherte Person arbeitsunfähig wird.

 

Gesetzliches Krankentagegeld

Für Angestellte in der gesetzlichen Krankenversicherung gilt für das Krankentagegeld eine Karenzzeit von 42 Tagen. Erst nach dieser Zeit wird ein Krankentagegeld ausbezahlt. Auf das Einkommen muss man jedoch trotzdem nicht verzichten, da innerhalb der ersten 6 Krankheitswochen die Lohnfortzahlung von dem Arbeitgeber gewährleistet wird.

 

Privates Krankentagegeld

In der privaten Krankentagegeldversicherung gilt für Arbeitnehmer die gleiche Karenzzeit wie in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Für Selbstständige zahlt die private Krankenversicherung je nach Vereinbarung bereits nach 4 Tagen ein Krankentagegeld aus. Dies kann auch zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart werden. Je früher das Tagegeld ausgezahlt werden soll, desto teurer wird der Versicherungstarif.

Um die monatlichen Beitragskosten in der PKV möglichst gering zu halten, wählen daher oft auch Selbstständig ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag. Versicherungsnehmer sollten dann allerdings darauf achten, dass während der Zeit davor, die Lebenshaltungskosten selber finanziert werden können.