Dreijahresfrist

Die Gesundheitsreform hat in dem Jahr 2007 für Veränderungen rund um die Krankenversicherung gesorgt. Es wurde die Dreijahresfrist für die private Krankenversicherung eingeführt, mit der Angestellte erst in die PKV wechseln konnten, wenn sie drei Jahre hintereinander über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdient haben. Für die betroffenen Arbeitnehmer hat sich dadurch der Ausstieg aus der gesetzlichen Krankenversicherung um mehrere Jahre verzögert.

Wer bis 2011 in die PKV wechseln wollte, der stand so erst einmal vor einigen Problemen, Bedingungen und Zugangsbeschränkungen. Interessierte Versicherte, die mit der PKV liebäugelten, mussten die Versicherungspflichtgrenze drei Jahre hintereinander überschreiten. Die Folge: Für Normal- bis Gutverdiener war es fast unmöglich, schnell in die PKV zu wechseln.

 

Aufhebung der Dreijahresfrist

Die beschlossene Gesetzgebung wurde allerdings im Jahr 2011 wieder aufgehoben und auf ein Jahr verringert. Das ermöglicht den Wechsel bereits nach einem Jahr, in dem das jährliche Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze lag. Besonders diejenigen, die sich aufgrund fragwürdiger Leistungen, steigender Beiträge und ähnlichen Problemen in ihrer gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr wohl fühlen, dürfen sich über die Lockerungen bei den Wechselbedingungen freuen. Lohnen könnte sich ein solcher vor allem wegen des breiteren und individuelleren Leistungskatalogs.

Das Ziel ist dabei die Stärkung des privaten Versicherungssektors. Denn durch die lockeren Zugangsbeschränkungen lohnt sich ein Wechsel nicht nur, sondern ist insgesamt auch wesentlich realistischer umsetzbar - besonders für junge Angestellte. Diese werden in der PKV häufig mit günstigen Beiträgen bedacht, haben seltener Vorerkrankungen und generell ein geringeres Erkrankungsrisiko.