Beitragserhöhung

In der privaten Krankenversicherung ist es möglich, dass die Versicherungsbeiträge aufgrund steigender Gesundheitskosten erhöht werden. Die Beitragssteigerung führen die meisten Versicherungen zum Ende des Kalenderjahres durch. Es gibt allerdings auch Krankenversicherungen, die mitten im Jahr die Tarife für die Krankenvollversicherung erhöhen.

 

Gründe für Beitragsanpassungen

Teilweise kündigen einige private Krankenversicherungen die Beitragserhöhung zum Ende des Jahres regelmäßig an. Hier sollen die Kunden für das folgende Jahr einen höheren Beitrag zahlen. Je nach Krankenversicherung liegen die Preissteigerungen bei über 20 Prozent. Allerdings ist dies nur bei wenigen Krankenversicherungen der Fall, wenn die Tarife nicht korrekt kalkuliert wurden oder die Kosten extrem angestiegen sind.

Beitragsstabile Krankenversicherungen erhöhen zweitweise gar nicht oder nur mit einem sehr geringen Prozentsatz. Bestimmte Gesellschaften sprechen schon frühzeitig in verschiedenen Tarifen eine Beitragsgarantie bis zu einem gewissen Zeitpunkt aus. Das heißt, dass es frühestens eine Beitragssteigerung im folgenden oder darauffolgenden Jahr gibt. Bis dahin bleibt es bei Ihrem alten Krankenversicherungsbeitrag. Oftmals soll das den Vertrieb der entsprechenden PKV-Tarife fördern. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Tarife gut kalkuliert oder Rückstellungen angesammelt wurden.

 

Kündigungsrecht für PKV-Versicherte

Die Beitragserhöhungen werden bei den meisten Gesellschaften genau kalkuliert. Sofern die Beitragsanpassungen feststehen, erhalten die Kunden eine Nachricht von der privaten Krankenversicherung. Ab Erhalt dieser Mitteilung hat jeder das Recht, die private Krankenversicherung innerhalb einer Frist von 4 Wochen zu kündigen und in eine andere Krankenversicherung zu wechseln. Ob sich ein solcher Versicherungswechsel lohnt, lässt sich mit einem PKV-Vergleich feststellen. Je nach Eintrittsalter und Marktlage kann ein Wechsel sinnvoll sein oder nicht.