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Continentale setzt Mutterschutz-Gesetz um

Am 11.04.2017 hat der Gesetzgeber das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung auf den Weg gebracht. Darin sind unter anderem Änderungen vorgesehen, die den Krankentagegeldanspruch von schwangeren Frauen während des Mutterschutzes und der Entbindung verbessern. Die Continentale Krankenversicherung setzt dieses Gesetz nun zum 01.01.2018 um und passt die Versicherungsbedingungen für die Krankentagegeldversicherung entsprechend an.

 

Was beinhaltet das neue Gesetz?

Bisher hatten Schwangere keinen Anspruch auf Leistungen aus der Krankentagegeldversicherung. Grund dafür ist, dass eine Schwangerschaft und die damit verbundene Geburt nicht als Krankheiten gelten. Häufig waren die fehlenden Leistungen ein Hindernis für Frauen in die private Krankenversicherung zu wechseln, wenn eine Empfängnis geplant war.

Frauen haben nun mit der Gesetzesänderung auch während der folgenden Tage einen Anspruch auf ein Krankentagegeld:

  • Eintritt der gesetzlichen Mutterschutzfrist nach dem Mutterschaftsgesetz (6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Entbindung)
  • Entbindungstag

 

Ab wann wird das Tagegeld gezahlt?

Wann die Auszahlung des Krankentagegelds beginnt, ist von dem abgeschlossenen Tarif abhängig. Krankentagegeldtarife können unterschiedliche Staffelungen haben, wonach das Tagegeld ab dem 4., 8., 15., 22., 29. oder 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit ausgezahlt wird. Krankentagegeldversicherungen, die erst später leisten, sind bei einer Schwangerschaft eher nicht relevant, da die Mutterschutzfrist spätestens nach der achten Woche der Entbindung endet.

Damit der Leistungsanspruch besteht, müssen der Krankenversicherung bestimmte Unterlagen zur Prüfung eingereicht werden, die den Zeitraum der Mutterschutzfristen und den Tag der Geburt nachweisen. Dazu gehöhren zum Beispiel folgende Dokumente:

  • Von einem Arzt oder einer Hebamme ausgestellte Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin
  • Nach der Entbindung: Geburtsurkunde oder standesamtliche Geburtsbescheinigung
  • Gesonderte Bestätigung durch den behandelnden Arzt bei einer Frühgeburt, einer Mehrlingsgeburt oder einer festgestellten Behinderung des Neugeborenen

Obwohl die Bedingungsänderungen der Continentale Krankenversicherung erst jetzt durchgeführt wird, haben Kundinnen auch rückwirkend einen Leistungsanspruch. Sofern die Mutterschutzfrist oder der Entbindungstag nach dem 11.04.2017 war, kann hierfür die Auszahlung des Krankentagegelds verlangt werden.

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