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Auch dieses Jahr testete der Branchendienst Map wieder die privaten Krankenversicherer. Doch das erwies sich als gar nicht so einfach. Denn in die Karten schauen lassen sich die Unternehmen nur ungerne. Und das hat seinen Grund.
Gesundheitscheck für den Versicherer
Wer mit dem Gedanken spielt, sich privat versichern zu lassen, muss meist zum Eintritt in die private Krankenversicherung einen gründlichen Check seines Gesundheitszustandes über sich ergehen lassen, damit der Versicherer das Risiko abwägen und die Aufnahme des Kunden gegebenenfalls sogar ablehnen kann. Dabei empfiehlt der Map-Report den Versicherten, den Spieß einfach einmal umzudrehen und ruhig auch das stärkste Vergrößerungsglas heraus zu holen, wenn er ein Unternehmen unter die Lupe nimmt, bei dem er sich potentiell versichern lassen möchte .
Denn eine gründliche Untersuchung des Versicherungsunternehmens, insbesondere deren Umsatzdaten und Kundenzahlen, könnten schon viel über die Qualität des Unternehmens und damit über dessen Wert für den Versicherten preisgeben. Beim aktuellen Report des Dienstes ließen sich nur sechzehn Unternehmen in die Bücher schauen. Erstmals mit dabei: Die Allianz, die dann auch erwartungsgemäß im Hundert-Punkte Test mit 60 Punkten auf Platz vier gelangte. Die transparenten Unternehmen machen etwa 60 Prozent des gesamten Marktes aus. Und damit bleiben 40 Prozent der privaten Versicherer ihren Kunden den gründlichen Check schuldig, den sie selbst von ihnen fordern.
Die Bilanz einer Versicherung sollte aber gut sein, damit auch ihre Leistungen gut sind. Denn wenn die Verschleppung und Verzögerung von Leistungen bei einer KFZ Versicherung lediglich das Auto ein paar Tage länger stehen lässt, kann dieses Vorgehen bei einer Krankenversicherung Leben und Gesundheit des Versicherten bedrohen.
Hin zu mehr Transparenz
In vielen Branchen der Versicherer hapert es an der Transparenz. Doch der Trend gehe in eine gute Richtung, so Map. Schon für das kommende Jahr haben zwei weitere Versicherer angekündigt, sich ebenfalls von den Untersuchern auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. So geraten auch die übrigen Unternehmen unter Zugzwang. Aufgedeckt werden soll in dem Test neben Beitragsstabilität und Leistungsumfang auch der Service und das Gesundheitsmanagement.
Als Qualitätsindikator dürfen auch die Zahl der Neukunden aber auch der Kündigungen gezählt werden, für die Versicherer hoch sensible und gerne intern gehaltene Daten, für den Versicherten hochinteressante Tendenzen und aufschlussreiche Indikatoren über die Güte eines Versicherungsunternehmens. Das Ranking erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es gibt jedoch definitiv interessante Einblick in eine sonst sehr verschlossene Branche.
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