Private Krankenversicherung für Kinder

KindIn der privaten Krankenversicherung können Sie Ihre Kinder individuell nach Ihren Wünschen mitversichern. Die Leistungen bestimmen Sie selbst und haben dabei eine große Auswahl an Versicherungstarifen. Die richtige Auswahl des Anbieters ist entscheidend. Ebenso ist es wichtig zu wissen, welche Rechte Sie nach einer Geburt haben.

Ob Ihr Kind in die private Krankenversicherung wechseln kann, ist unabhängig von der Wahl Ihrer Krankenversicherung. Egal ob Sie in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind, kann Ihr Kind immer die Leistungen der privaten Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Wenn Sie sowieso privat versichert sind, kann Ihr Kind auch in eine andere private Krankenversicherung wechseln, um die Leistungen zu verbessern oder den Beitrag zu verringern. Eine Pflicht sich bei der derselben PKV zu versichern, besteht nicht.

 

Tipps zu wichtigen Leistungen für Ihr Kind

Sie können die Behandlungen im Krankenhaus für Ihr Kind wesentlich ruhiger gestalten, in dem die Leistungen im stationären Bereich verbessern. In der gesetzlichen Krankenkasse muss Ihr Kind meist in einem Mehrbettzimmer mit anderen Kindern oder Personen übernachten. Die private Krankenversicherung erstattet hingegen die Kosten für ein Zweibettzimmer oder Einbettzimmer, wo sich Ihr Kind in Ruhe erholen kann. Darüber hinaus bekommt Ihr Kind je nach Tarif eine Chefarztbehandlung.

Achten Sie auf gute Leistungen im Zahnbereich und ausreichende Erstattung für Kieferorthopädie. Hochwertige Füllungen sind für Jugendliche sehr wichtig, um langfristig gute Zähne zu haben. Im Zahnbereich werden die Füllungen bei Karies mit hochwertigen Materialien versiegelt. Das Gebiss Ihrer Kinder bleibt somit gesund und voll in Takt. Im kieferorthopädischen Bereich können Sie die Erstattung, genau wie in der gesetzlichen Krankenversicherung, bis zu 100 Prozent auswählen. Viele bereits privatversicherte Kinder haben diese Erstattungshöhe nicht immer. Um hier richtige Vorsorge zu tragen, ist eine hohe Erstattung für Kieferorthopädie durchaus empfehlenswert.

Darüber hinaus können Sie im ambulanten, stationären und zahnärztlichen Bereich der privaten Krankenversicherung eine Erstattung über der Gebührenordnung für Ärzte wählen. Das bedeutet, dass Sie auch Leistungen von einem Honorararzt nutzen können. Ihr Kind erhält somit im schlimmsten Krankheitsfall eine fachmännische und moderne Behandlung von einem Spezialisten.

 

Einschluss eines Eigenanteils

In der PKV können Sie für Ihr Kind außerdem eine jährliche Selbstbeteiligung vereinbaren. Bis zur Höhe der gewählten Selbstbeteiligung zahlen Sie die angefallenen Arztbesuche selber. Alle Arztrechnungen, die über diesem Betrag liegen, werden von der privaten Krankenversicherung erstattet. Alle Rechnungsbeträge darunter sind selber zu bezahlen.

Sollten die Rechnungen für Ihr Kind jedoch nur knapp über der Selbstbeteiligung liegen, ist zu überlegen, ob die Rechnungen auch noch selber bezahlt werden. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn die zu erwartende Beitragsrückerstattung der Krankenversicherung höher ist als die Kosten für die Arztrechnungen.

 

Kindernachversicherung bei einer Geburt

Besteht am Tag der Geburt Ihrer Kinder für mindestens ein Elternteil eine private Krankenversicherung, ist der Versicherer verpflichtet das neugeborene Kind ab Vollendung der Geburt ohne Risikozuschläge und Wartezeiten in der privaten Krankenversicherung zu versichern. Der Versicherungsschutz für das neugeborene Kind darf bei dieser Regelung allerdings nicht höher und umfangreicher sein als bei dem versicherten Elternteil.

Die Anmeldung für die private Krankenversicherung muss spätestens innerhalb von zwei Monaten bei dem Versicherer eingehen. Viele private Krankenversicherungen verlangen für die Kindernachversicherung von dem Elternteil eine vorherige Mindestversicherungsdauer von drei Monaten. Private Krankenversicherung bieten Kunden diese Möglichkeit der Kindernachversicherung, damit die bestehenden Kunden keinen Nachteil aufgrund einer Geburt hinnehmen müssen. Obwohl es theoretisch möglich wäre einen Risikozuschlag zu verlangen, verzichten die Versicherer darauf.

Die Geburt eines Kindes steht der Adoption gleich, sofern das Kind zum Zeitpunkt der Adoption unter 18 Jahren alt ist, also noch minderjährig ist. Besteht für das adoptierte Kind eine höhere Gefahr aufgrund von Krankheiten oder Beschwerden, kann ein Risikozuschlag bis maximal 100 Prozent des Grundtarifes vereinbart werden.

Die Beiträge für die Kinder, die in der Krankenversicherung bei ihren Eltern privat mitversichert sind, sind steuerlich auch absetzbar.

Die Berechnung der Versicherungsbeiträge der Kindernachversicherung wird von einem Spezialisten für Krankenversicherungen gemacht, damit die Kindernachversicherung einen möglichst günstigen Beitrag und gute Versicherungsleistungen aufweist. Ebenso wird auch bei jeglichen Kinderzusatzversicherungen verfahren.

 

Krankenzusatzversicherungen für Kinder

Wenn Sie als Elternteil in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, sind die Kinder in den meisten Fällen auch über die Familienversicherung mitversichert. Dadurch haben die Kinder aber nur die Möglichkeit die Leistungen der GKV in Anspruch zu nehmen, außer die Eltern müssen im Krankheitsfall selber hohe Zuzahlungen an den Arzt leisten.

Wenn Sie den Versicherungsschutz für Ihre Kinder verbessern möchten, haben Sie jedoch die Wahl Ihre Kinder entweder in der privaten Krankenversicherung zu versichern oder eine private Krankenzusatzversicherung für Kinder abzuschließen. Diese Versicherung hat wesentlich umfangreichere Leistungen und erstattet beispielsweise auch höherwertige Medikamente.

Im ambulanten Bereich haben Sie die Wahlmöglichkeit zwischen einem Ergänzungstarif zur GKV und einem ambulanten Krankenzusatztarif. Der ambulante Ergänzungstarif erstattet die Leistungen nach dem Restkostenprinzip. In der Regel geht hierbei die gesetzliche Krankenversicherung in Vorleistung. Die Kosten, die durch Zuzahlungen entstehen, werden so von dem Ergänzungstarif erstattet. Der Tarif bietet also gute Möglichkeiten die eigenen Zuzahlungen zu beispielsweise Medikamenten und Heilmitteln zu verringern oder gar komplett aufzulösen.

Der ambulante Krankenzusatztarif erstattet nach dem Prinzip der PKV. Hierbei muss die gesetzliche Krankenversicherung nicht in Vorleistung gegangen sein. Die in dem Tarif beschriebenen Leistungen werden von der Versicherung gedeckt. Darunter fallen zum Beispiel ambulante Behandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, Sehhilfen oder Naturheilverfahren. Für Sehhilfen zahlt die gesetzliche Krankenversicherung im Erwachsenenalter nichts mehr. Durch eine ambulante Krankenzusatzversicherung kann somit die Erstattung für Brillen und Kontaktlinsen mit eingeschlossen werden.

Im stationären Bereich kann für Ihre Kinder auch eine Krankenzusatzversicherung abgeschlossen werden. Da im Krankenhaus nur die Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden, kann den Kindern mit den gebräuchlichen Behandlungsmethoden nicht immer optimal geholfen werden, da die medizinischen Spezialgeräte nicht in Anspruch genommen werden können.

Die am meist gewählten Leistungen im stationären Zusatzbereich sind Ein- und Zweibettzimmer und die Chefarztbehandlung für Kinder. Darüber hinaus können Sie eine Erhöhung der Erstattungen nach der Gebührenordnung vereinbaren. Dadurch bekommen Ihre Kinder im schlimmsten Fall eine Behandlung von einem Experten, der sich auf die Erkrankung oder die Beschwerde spezialisiert hat.

Jegliche Zuzahlungen, die Sie aufgrund der gesetzlichen Krankenversicherung im Krankenhaus haben, werden je nach Versicherung auch erstattet. Sie können Ihre Kinder sogar in gemischten Anstalten behandeln lassen. Gemischte Anstalten sind Krankenhäuser, wo zusätzlich Kuren oder Reha-Maßnahmen durchgeführt werden. In der Regel ist dabei auch die freie Krankenhauswahl mitversichert. Dadurch können Sie Ihr Kind in das Krankenhaus bringen, was Ihnen am Liebsten ist.

Die Zahnzusatzversicherung für Ihre Kinder erweitert auch, ähnlich wie im ambulanten Bereich, den Schutz aus der gesetzlichen Krankenkasse für die Zähne.

Die Zahnbehandlung, wie zum Beispiel die Behandlung gegen Karies, wird durch die GKV, abgesehen von der Praxisgebühr, komplett erstattet. Wenn Ihr Kind allerdings hochwertiges Füllmaterial (zum Beispiel Keramik statt Amalgam) für die Zähne bekommen soll, müssen Sie Geld dazu zahlen. Wenn Sie diese Kosten von der Krankenversicherung bezahlt bekommen möchten, erhalten Sie einen Zuschuss von der Zahnzusatzversicherung.

Desweiteren können hohe Eigenleistungen für komplizierte Zahnbehandlungen oder bei der Inanspruchnahme von Honorarärzten vorkommen. Komplizierte Zahnbehandlungen können zum Beispiel bei einer Wurzeloperation oder bei einer kieferorthopädischen Behandlung vorkommen. In solchen Fällen berechnet der Zahnarzt Leistungen, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht immer gedeckt sind. Im Zuge der Zahnzusatzversicherung werden auch diese Leistungen bezahlt.

Für Kinder wird auch immer öfter eine Kieferorthopädie durchgeführt. Diese können mit einer Krankenzusatzversicherung auch verbessert werden, so dass die kieferorthopädische Behandlung bis zu 100 Prozent von der Krankenversicherung gedeckt wird. Wichtig ist dabei, dass sich das Kind noch nicht in einer Behandlung befindet oder von einem Zahnarzt angeraten wurde.

Eine kostenlose Beratung für die private Krankenzusatzversicherung können Sie hier anfordern.