Häufige Fragen zur privaten Krankenversicherung

1. Kann ich mich bei einer privaten Krankenversicherung versichern?

Nicht jeder kann von der gesetzlichen Krankenkasse in eine private Krankenversicherung, auch PKV genannt, wechseln. Wenn Sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen, können Sie sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern:

  • Sie sind Arbeitnehmer mit einem Bruttojahreseinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze
  • Sie sind Beamter oder eine sonstige beihilfeberechtigte Person
  • Sie sind hauptberuflich selbstständig oder freiberuflich tätig und nicht als Landwirt oder – mit Einschränkungen – als Künstler oder Publizist tätig
  • Sind Sie nicht erwerbstätig, haben Sie die Möglichkeit sich über Ihren privat versicherten Ehegatten zu versichern

 

2. Kann ich in die private Krankenversicherung wechseln, obwohl ich keine der vorgenannten Voraussetzungen erfülle?

Sind Sie Angestellter mit einem Einkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze, sind Sie gesetzlich pflichtversichert und haben keine Möglichkeit Ihre gesetzliche Krankenversicherung zu kündigen und in die private Krankenversicherung zu wechseln. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung für die Chefarztbehandlung, Krankenhaustagegeld oder Zahnzusatzleistungen lässt sich Ihr gesetzlicher Versicherungsschutz jedoch wesentlich verbessern.

 

3. Wie berechnen sich die Beiträge der privaten Krankenversicherung?

Die private Krankenversicherung berechnet Ihre Beiträge, anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung, unabhängig von Ihrem Einkommen. Ausschlaggebend für die Beiträge sind, neben den vereinbarten Leistungen, das Geschlecht, das Eintrittsalter und der allgemeine Gesundheitszustand des Antragstellers.

 

4. Kann ich die private Krankenversicherung im Alter noch bezahlen?

Obwohl viele Interessenten denken, dass die Beiträge für die private Krankenversicherung im Alter extrem steigen werden, bleibt die Krankenversicherung im Alter bezahlbar. Um sicher zu stellen, dass die private Krankenversicherung im Rentenalter bezahlbar bleibt, hat der Gesetzgeber im Zuge der Gesundheitsreform den Basistarif und den zehnprozentigen gesetzlichen Zuschlag für die Altersrückstellungen eingeführt.

Altersrückstellungen halten Ihre Beiträge für die private Krankenversicherung auf Dauer konstant. Für die Versicherungstarife der privaten Krankenversicherung ist der Aufbau von Altersrückstellungen in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und die Verwendung genau geregelt.

 

5. Wie hoch ist in der privaten Krankenversicherung der Arbeitgeberanteil?

Sie haben die Möglichkeit Ihre Beiträge zu der privaten Krankenversicherung bei Ihrem Arbeitgeber anteilig geltend zu machen. Der Arbeitgeber übernimmt etwa die Hälfte des Beitrages für Krankheitskosten, Krankentagegeld und Pflegeversicherung. Der Arbeitgeberzuschuss in der PKV beträgt dabei maximal die Hälfte des durchschnittlichen Höchstbetrages der gesetzlichen Krankenversicherung.