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Elternunterhalt bei der Pflegeversicherung

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Im Bericht zur Pflegeversicherung, den die Bundesregierung alle drei Jahre vorzulegen hat, wird davon ausgegangen, dass die Pflegebedürftigkeit älterer Menschen drastisch zunehmen wird. Bis zum Jahre 2040 wird mit 3,4 Millionen Betroffenen gerechnet, deren Versorgung von der Pflegeversicherung zu tragen ist. Wie sich das finanziell auswirken wird, lässt der Bericht offen. Sicher ist, dass der Einzelne selbst etwas tun muss, um eine mögliche Pflegebedürftigkeit im Alter finanziell abzusichern.

Wenn der Betroffene selbst nicht in der Lage, die Pflegekosten über seine Rente oder privates Vermögen zu decken, müssen oft die Kinder die Kosten übernehmen, wenn sie dazu in der Lage sind. Dies wird durch den sogenannten Elternunterhalt gesetzlich geregelt. Es ist deshalb anzuraten, eine private Pflegevorsorge abzuschließen. Hierfür stehen verschiedene Modelle einer Pflegezusatzversicherung zur Verfügung, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Ob man sich für eine Pflegetagegeldversicherung, eine Pflegekostenversicherung oder eine Pflegerente entscheidet, hängt von den persönlichen Umständen ab. Auf jeden Fall sollte vorher eine genaue Prüfung der Vertragsbedingungen erfolgen, die sehr einschränkend sein können. Beim Abschluss ist die Höhe der monatlichen Beiträge zu berücksichtigen, die sehr unterschiedlich hoch sein können. Frauen müssen oftmals höhere Zahlungen leisten, da statistisch erwiesen ist, dass sie länger leben als Männer und somit häufiger auf Pflege im Alter angewiesen sein werden.

Tritt die Pflegebedürftigkeit ein, ohne dass eine private Vorsorge getroffen wurde, werden in erster Linie die Kinder zur Kasse gebeten. Viele entscheiden sich dafür, die Eltern selbst in der eigenen Wohnung zu versorgen. Da eine Pflegetätigkeit sehr belastend sein kann, benötigen die pflegenden Angehörigen Unterstützung. Hierfür werden staatliche Hilfen angeboten, die allerdings wenig bekannt sind. Zum Beispiel werden Angehörige in Pflegekursen auf die neue Situation vorbereitet. Sie lernen, welche Pflege notwendig ist, und erhalten praktische Tipps für den Umgang. Auch eine psychosoziale Unterstützung wird angeboten, damit sich die Gesamtsituation nicht allzu belastend auswirkt. Mehr dazu im Ratgeber Pflegeversicherung.

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