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Heiß wurde sie letztes Jahr diskutiert, mit Protesten konfrontiert und letztendlich doch verabschiedet: Die Gesundheitsreform hat mit dem neuen Kalenderjahr 2011 für Veränderungen rund um die Krankenversicherung gesorgt. Besonders diejenigen, die sich aufgrund fragwürdiger Leistungen, steigender Beiträge und ähnlichen Problemen in ihrer gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr wohl fühlen, dürfen sich über die Lockerungen bei den Wechselbedingungen freuen.
Die Drei-Jahres-Frist wurde abgeschafft und zusätzlich wurde die Mindest-Verdienstgrenze um einige Euros heruntergesetzt. So wird für viele Gutverdiener 2011 wahrscheinlich mit einem erfolgreichen Wechsel in eine private Krankenversicherung zu Ende gehen. Lohnen könnte sich ein solcher vor allem wegen des breiteren und individuelleren Leistungskatalogs.
Wer bis 2011 in die PKV wechseln wollte, der stand erst einmal vor einigen Problemen, Bedingungen und Zugangsbeschränkungen – wie zum Beispiel der seit 2007 bestehenden Drei-Jahres-Frist. Interessierte Versicherte, die mit der PKV liebäugelten, mussten die Versicherungspflichtgrenze, die sich auf ein Jahreseinkommen von bis dato 49.950 Euro bezog, drei Mal hintereinander überschreiten. Die Folge: Für Normal- bis Gutverdiener war es fast unmöglich, schnell in die PKV zu wechseln.
Die aktuelle Vereinbarung der schwarz-gelben Koalition ermöglicht den Wechsel bereits nach einem Jahr, in dem das jährliche Einkommen von lediglich 49.500 Euro überschritten werden muss. Das Ziel, welches Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) damit verfolgt, ist vor allem die Stärkung des privaten Versicherungssektors. Denn durch die lockeren Zugangsbeschränkungen lohnt sich ein Wechsel nicht nur, sondern ist insgesamt auch wesentlich realistischer umsetzbar – besonders für junge Versicherte. Diese werden in der PKV häufig mit günstigen Beiträgen, ob ihres geringeren Erkrankungsrisikos, bedacht.