In der gesetzlichen Krankenversicherung darf jede Krankenkasse einen Zusatzbeitrag von den Versicherten erheben. Bisher war dieser Betrag auf 1% des Einkommens beschränkt.
Ab 2011 soll diese Grenze entfallen, so dass die gesetzlich krankenversicherten Personen höchstwahrscheinlich einen höheren Beitrag zahlen müssen.
Die Krankenkassen haben dadurch mehr Flexibilität, um das Defizit zu verringern. Dies geschieht allerdings auf Kosten der gesetzlich Versicherten.
Kenner der Branche rechnen langfristig gesehen mit einem Zusatzbeitrag von über 75,- Euro pro Monat und pro Person.
Krankenkassen, die finanzielle Engpässe haben und den Zusatzbeitrag erheben müssen, können dann mit einer großen Abwanderung der Versicherten rechnen. Dies wiederum bedeutet für die gesetzliche Krankenversicherung weniger Beitragseinnahmen, da nicht jeder gerne ein solch hohe Mehrbelastung im Monat hinnehmen möchte.
Damit drohen weitere Pleiten oder Fusion der Krankenkassen und stärkt die finanziell gut gestellten Unternehmen.

Ab dem Jahr 2011 steigen die Versicherungsbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung rapide an. Für alle gesetzlich Versicherten entstehen dadurch jährliche Mehrkosten.
Heute streiken Ärzte gegen die geplante Gesundheitsreform von Minister Rösler. Viele Hausarztpraxen bleiben dadurch geschlossen.